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KARTAUSE

Die Geschichte der Kartause

Mit der Gründung der Kartause Gaming löste Albrecht II. ein Gelübde ein, das er gemeinsam mit seinem Bruder Leopold unmittelbar vor der Entscheidungsschlacht bei Mühldorf 1322 abgelegt hatte.

Der Legende nach war der Beweggrund für dieses Gelübde die Befreiung Friedrich des Schönen aus seiner Gefangenschaft in Trausnitz.

Leopold wollte das Kloster ursprünglich in der Pfarre Malters bei Luzern stiften. 

Doch Albrecht, dem nach Leopolds Tod (+ 1326) die Ausführung des Gelübdes übertragen war, hatte sich für Gaming als Ort der Klostergründung entschieden.

Die Gründung des Klosters, das den Namen „Marienthron“ (Thronus Sancte Marie) erhielt, war wohl schon von längerer Hand vorbereitet worden. Den unmittelbaren Anlass dürfte die plötzliche schwere Erkrankung des Herzogs im März und der Tod Friedrichs des Schönen im Jänner desselben Jahres gegeben haben. 

Albrechts Entscheidung für den Kartäuserorden war wohl nicht zuletzt unter dem Einfluss der starken Persönlichkeit Gottfrieds, des Priors der von Friedrich dem Schönen gegründeten Kartause Mauerbach bei Wien, eines engen Vertrauten der Herzoge, gefallen. Mönche aus Mauerbach sollten die neue Gründung besiedeln. Zuvor musste indes erst die ganze Klosteranlage von der Kirche bis zu den Zellen der Mönche gebaut werden.

Die Kartause Gaming war im Gegensatz zu der bei Kartausen inklusive des Mutterklosters üblichen Zahl von 12 Mönchen von vornherein auf die doppelte Größe, einen Konvent von 24 Mönchen mit einem Prior und dementsprechend vielen Einzelhäusern (Zellen), angelegt.

Am 13. August 1332 legte der Herzog, der an seiner Stiftung lebhaftesten Anteil nahm, persönlich den Grundstein zum Kloster. Die Bauarbeiten schritten zügig voran. 1337 wurde das Kloster auf dem Generalkapitel der Kartäuser in den Ordensverband aufgenommen. Zu diesem Zeitpunkt muss also ein Klosterleben bereits möglich gewesen sein. 1340 wurde der Kapitelsaal geweiht. Am 13. Oktober 1342 fand die feierliche Einweihung der Klosterkirche statt.

Kartause Gaming Rundgang
Kartause Gaming Besichtigung
Kartause Gaming Fuehrung
KARTAUSE

Führung durch die Kartause

Reguläre Führungen durch die Kartause Gaming (auch ohne Anmeldung) finden in der Zeit von 1. Juni bis 30. September statt. Von Montag bis Freitag und Sonntag jeweils um 11.00 Uhr und 15.00 Uhr. Samstags gibt es keine Führungen.

Gruppenführungen sind auch außerhalb der oben genannten Zeiten gegen Voranmeldung möglich.

Im Rahmen einer Führung durch die Kartause können alle Höfe und die wichtigsten Räumlichkeiten besichtigt werden (siehe weiter unten). Anschließend empfehlen wir einen kulinarischen Abstecher in den Kartausenkeller: Ob im gemütlichen „Johannastüberl“, im hellen Wintergarten oder im Sommer in unserem großen Gastgarten. Das Restaurant Team verwöhnt Sie von Kaffee mit hausgemachten Mehlspeisen über bodenständige Schmankerl, leichten Vollwertgerichten bis hin zu internationalen Leckerbissen.
Für einen längeren Aufenthalt mit Übernachtung können Sie im Hotel Kartause Gaming Zimmer buchen. Die Kartause Gaming beherbergt ein exklusives Hotel mit 3 Luxussuiten und eleganten Doppelzimmern. Alle Räumlichkeiten sind mit viel Geschmack und Liebe zum Detail eingerichtet. In der Rubrik Ausflugsziele informieren wir Sie über alle Sehenswürdigkeit des umliegenden Ötscherlandes.

Pfeil von unten

Kartausenkirche

Die Kartausenkirche ist gotisch erbaut worden. Ein spätgotisches Gewölbe wurde unter Prälat Johannes VIII eingezogen. Der Dachreiter ist aus dem 14. Jahrhundert. Dieselbe Baumeisterschule Peter Parler aus Prag hat erst den Kartausendachreiter und dann den Wiener Stephansdom erbaut. Die barocken Deckenfresken zeigen Szenen aus dem Leben des Ordensgründers der Kartäuser. Das war der Heilige Bruno von Köln, der 1084 in Frankreich den Orden gegründet hat. Die Fresken im Altarraum sind erst kürzlich freigelegt worden und zeigen die göttlichen Tugenden. In der Kirche befindet sich die Grablege von Albrecht II., Herzog von Österreich, Mitbegründer Österreichs und Wien als Residenz, seiner Gattin Johanna von Pfirt und der Schwiegertochter Elisabeth von Böhmen. Die Grablege ist aus dem 14. Jahrhundert und wurde 1985 wiederhergestellt.

Gotisches Refektorium

Im gotischen Refektorium befindet sich ein original gotisches Kreuzrippengewölbe mit Schlußstein aus dem 14. Jahrhundert. Der zweite Gewölbeteil ist aus Kunststein errichtet worden.

Kapelle

Der ehemalige Kapitelsaal der Kartäuser wurde nach der Klosterauflösung zu einer Durchfahrt geöffnet und wieder geschlossen. Jetzt wird der Andachtsraum Herz-Jesu-Kapelle genannt. Hier findet die ewige Anbetung statt.

Kreuzgang

Der gotische Kreuzgang wurde nach der Klosterauflösung 1782 abgerissen. Es wurde bei den Renovierungsarbeiten eine neue Holzkonstruktion errichtet und verglast. Im Kreuzgang ist heute das Museum der Kartause Gaming untergebracht. 

Museum

Seit März 2004 befinden sich in den wunderschönen, verglasten Holzarkadengängen der Kartause Gaming neue Museumsräumlichkeiten zur Geschichte des Klosters, der Kartäusermönche und der allgemeinen Lage Österreichs zur Zeit der Gründung der Anlage im Jahr 1330.

Bibliothek

Die 20.000 Bücher wurden nach der Klosterauflösung nach Wien in die Nationalbibliothek gebracht. Angekommen sind dort aber nur 200 Stück. 1723 hat Wenzel Lorenz Reiner aus Prag die Deckenfresken gemalt. Die Kuppel zeigt die sieben freien Künste (Geometrie, Arithmetik, Geografie, Astronomie, Musik, Dialektik, Rhetorik) und die bildenden Künste (Architektur, Bildhauerei, Malerei). In den Kuppelzwickeln befinden sich vier Charaktere (cholerisch, melancholisch, sanguinisch, phlegmatisch), Teile der Bilder schauen wirklich aus den Fresken. Östlich sind die vier Kirchenväter (Augustinus, Gregor, Ambrosius, Hieronymus). Westlich sind die vier Evangelisten (Lukas, Matthäus, Markus, Johannes). Die Windrose funktioniert nicht mehr, da die Verbindung zum Wetterhahn nicht mehr besteht. Die Bibliothek wird heute als Konzert- und Vortragssaal verwendet.

Prälatensaal

Der Prälatensaal wurde als Sitzungssaal genutzt. Seinen Namen verdankt der Raum der Erhebung der Prioren in den Prälatenstand (17.7.1670) durch Kaiser Leopold I. Derzeit wird er für Hochzeiten, Seminare und Veranstaltungen genutzt.

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Messezeiten in der Kartause Gaming

Hier finden Sie unsere wöchentlichen Messezeiten in der
Kartausenkirche und in der Herz-Jesu-Kapelle.

Sonntag, 25. Februar – 02. März:
KEINE Messen in der Kartausenkirche oder Herz Jesu Kapelle

Sonntag, 03. März:
10:00 Uhr Heilige Messe in der Kartausenkirche

Montag,  04. März
07:30 Uhr Morgengebet in der Herz Jesu Kapelle                                                            12:05 Uhr Heilige Messe in der Kartausenkirche
18:30 Uhr Abendgebete in der Herz-Jesu Kapelle
19:00-20:00 Uhr Beichten in der Kartausenkirche

Dienstag, 05. März: 
07:30 Uhr Morgengebet in der Herz Jesu Kapelle
12:05 Uhr Heilige Messe in der Kartausenkirche 
15:00-16:00 Uhr Beichten in der Kartausenkirche
18:30 Uhr Abendgebet in der Herz Jesu Kapelle
19:30 Uhr Lob und Anbetungen in der Kartausenkirche

Mittwoch, 06. März:                                                                                                      
07:30 Uhr Morgengebete in der Herz Jesu Kapelle                                                 
12:05 Uhr Heilige Messe in der Kartausenkirche
18:30 Uhr Abendgebet in der Herz Jesu Kapelle
19:00-20:00 Uhr Beichten in der Kartausenkirche                              

Donnerstag, 07. März:
07:30  Uhr Morgengebet in der Herz Jesu Kapelle
12:05 Uhr Heilige Messe in der Kartausenkirche
                                                                                  
Freitag, 08. März:
12:05 Uhr Heilige Messe in der Kartausenkirche
15:00 Uhr Kreuzwegstationen in der Kartausenkirche

Samstag, 09. März:                                                                                                            
09:00 Uhr – Heilige Messe in der Kartausenkirche                                                          

Sonntag, 10. März:
10:00 Uhr Heilige Messe in der Kartausenkirche

 

KARTAUSE

Chronologie der Sanierung

  • 1984

    Start der Renovierungsarbeiten der fast verfallenen Kartause Gaming.
    Erste Arbeiten: Sicherung aller Zugänge, im Besonderen der Arkadengänge, Rettung der Dachstühle, Restaurierung des Prälatensaales sowie der Museumsräume.

  • 1985

    Beginn der Kirchenrestaurierung. Rettung der Kirche vor dem Einsturz durch konstruktive Sicherung und Dachsanierung. Der steinerne Wendeltreppenturm stellte eine Gefährdung der statischen Sicherheit dar, die Wendeltreppe war eingefallen. Die insgesamt 120 Sandsteinstufen mussten daher neu hergestellt werden. Auch sämtliche Kirchenfenster mussten erneuert werden. Rund 300 Isolier- Doppelfensterelemente wurden hergestellt.

  • 1987

    Restaurierung des Dachreiters.

  • 1988

    Fertigstellung der Kirchenfassade und Fenster. Beginn der Trockenlegung von circa einem Kilometer der Erdgeschossräume, um sie bewohnbar zu machen.

  • 1989

    Fertigstellung des Bibliothekshofes, der Arkaden, Fassaden, Dächer und Fenster sowie der Steinteile.
    Weiterführung der Restaurierungsarbeiten an den Fresken in der Bibliothek, den Arkadengängen des Bibliothekhofes.
    Der schadhafte Putz an Gewölben und Seitenwänden musste ausgebessert, die Oberfläche komplett neu hergestellt werden. Auch die Decken und Säulen der Arkadengänge aus der Renaissancezeit waren unmittelbar vom Einsturz bedroht und mussten saniert werden.

  • 1990

    Beginn der Drainagierung des gesamten Gebäudes. Erweiterung der Gastronomie durch die Schaffung neuer Gasträume.

  • 1991

    Fertigstellung von 8 Doppelzimmern und 3 Appartements zur ganzjährigen Vermietung und 63 Studentenzimmer im Franziskushaus.
    Beginn der langwierigen und kostspieligen Restaurierung der drei bis fünf Meter hohen gotischen Umfassungsmauern.

  • 1993

    Innerhalb von zehn Jahren wurden insgesamt 15.000 Quadratmeter Dachfläche neu eingedeckt. Rund eine Million alter Dachziegel wurden ersetzt. Die ursprünglichen Dächer waren ein Sammelsurium verschiedener Dachziegel aus 650 Jahren, und es wäre undenkbar gewesen, Dächer, die aus zehn verschiedenen Ziegelsorten bestehen, in den Griff zu bekommen. Daher entschied sich der Landeskonservator für die einheitliche Neueindeckung aller Dächer. Die noch brauchbaren alten Dachziegel wurden an Private und an die Kartause Mauerbach weitergegeben.
    Gaming wurde mit dem damals neuen „Pinkafelder Ziegel“ eingedeckt.
    In den Dachstühlen finden sich noch rund 6000 der ursprünglichen, 20 Meter langen Lärchenbäume. Sie sind mit wenigen Ausnahmen weder von Fäule, noch von Pilzen befallen. Dies ist dem Umstand zu verdanken, dass sie vor Jahrhunderten den Fasern entlang von Hand behauen und zwischen Weihnachten und Neujahr geschlägert wurden.

  • 1994

    Schaffung weiterer Studentenzimmer, weil sich laufend die Zahl der Studenten aus Amerika erhöhte.

  • 1999

    Komplettrenovierung der Kartausen Kirche: Fußbodenheizung, Marmorboden, Kirchenboden, Chorgestühl, Fresken freigelegt, Sakristei eingerichtet.
    Familie Sobota – Kardos aus den USA hat die gesamten Mittel für den Kirchenumbau bezahlt.

  • 2008

    Um- und Zubau von 18 neuen Hotelzimmern im Dachgeschoss. Ausbau des Restaurants mit Wintergarten, Bar und Bierbrauerei.

  • 2014

    Die Kartause Gaming geht in den Besitz der Maria Thron Privatstiftung über.

  • 2016

    Dachreiter wurde aufwendig restauriert.

  • 2018

    Neubau der Brauerei „Gaminger Kartausenbräu“ auf einem 500 Quadratmeter großen Areal im zweiten Innenhof der Kartause.

  • 2020

    Neuer Anstrich für die Kartausenkirche und Innenhöfe.

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Öffnungszeiten Rezeption

MO – SA  von 07.00 – 20.00 Uhr
SO  und Feiertag von 07.00 – 18.00 Uhr

Öffnungszeiten Restaurant Kartausenkeller

MO – SA  von 07.00 – 22.00 Uhr,
warme Küche von 11.30 – 21.00 Uhr
SO und Feiertag von 07.00 – 17:00 Uhr,
warme Küche von 11.30 – 15:00 Uhr

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